Orgelvandalismus in Oberschwaben
Raus mit dem alten Kruscht – von Orgel-Banausen, ein bedrückender Text von Wolfgang Manecke auf den Seiten des Vereins "Historische Orgeln in Oberschwaben".
Auch für die Kahlschlagaktion im historistischen Schmuckkästchen in Wolpertswende findet er die richtigen Worte:
Vor kurzem wurde in der Pfarrkirche St. Gangolf, Wolpertswende (Landkreis Ravensburg) eine neue mechanische Schleifladenorgel mit II/P 17 – darunter drei Zungenregister – eingeweiht. Die Vorgängerorgel hatte die Werkstatt Reiser aus Biberach 1931 auf pneumatischen Kegelladen erbaut. Der künstlerisch sehr schön gestaltete Prospekt passte ausgezeichnet in das 1928 neu ausgestattete Langhaus.
Wie üblich hatte die Kirchengemeinde ihre ungeliebte pneumatische Orgel verkommen lassen. Regelmäßige Pflege? Fehlanzeige. Natürlich war das Instrument in den letzten Jahren seiner Existenz praktisch unspielbar. Was tun man in solchen Fällen in einer oberschwäbischen Dorfkirche? Restaurieren? Nein danke. Raus mit dem alten Kruscht! Rein mit einer neuen Orgel, deren drei Zungenregister sicherlich regelmäßig gestimmt werden.
Wetten, dass nicht?
Nur noch ein paar großformatige Farbfotos erinnern an den dekorativen Denkmalprospekt.
Der komplette Text hier: http://historische-orgeln-oberschwaben.de/pages/neuigkeiten--spieltisch.php

Der zerstörte Prospekt der alten Orgel in Wolpertswende (Bild von 2006).

Die Empore im Januar 2010.
Nachtrag (28. Januar 2010): Die Reiser-Orgel (Werk und Gehäuse) von Wolpertswende befindet sich jetzt in der Hauskapelle der Hazienda eines ehemaligen Wolpertswenders in Mexiko.
Auch für die Kahlschlagaktion im historistischen Schmuckkästchen in Wolpertswende findet er die richtigen Worte:
Vor kurzem wurde in der Pfarrkirche St. Gangolf, Wolpertswende (Landkreis Ravensburg) eine neue mechanische Schleifladenorgel mit II/P 17 – darunter drei Zungenregister – eingeweiht. Die Vorgängerorgel hatte die Werkstatt Reiser aus Biberach 1931 auf pneumatischen Kegelladen erbaut. Der künstlerisch sehr schön gestaltete Prospekt passte ausgezeichnet in das 1928 neu ausgestattete Langhaus.
Wie üblich hatte die Kirchengemeinde ihre ungeliebte pneumatische Orgel verkommen lassen. Regelmäßige Pflege? Fehlanzeige. Natürlich war das Instrument in den letzten Jahren seiner Existenz praktisch unspielbar. Was tun man in solchen Fällen in einer oberschwäbischen Dorfkirche? Restaurieren? Nein danke. Raus mit dem alten Kruscht! Rein mit einer neuen Orgel, deren drei Zungenregister sicherlich regelmäßig gestimmt werden.
Wetten, dass nicht?
Nur noch ein paar großformatige Farbfotos erinnern an den dekorativen Denkmalprospekt.
Der komplette Text hier: http://historische-orgeln-oberschwaben.de/pages/neuigkeiten--spieltisch.php
Der zerstörte Prospekt der alten Orgel in Wolpertswende (Bild von 2006).
Die Empore im Januar 2010.
Nachtrag (28. Januar 2010): Die Reiser-Orgel (Werk und Gehäuse) von Wolpertswende befindet sich jetzt in der Hauskapelle der Hazienda eines ehemaligen Wolpertswenders in Mexiko.
Ladislaus – Montag, 18. Januar 2010, 13:08 – Rubrik: Architektur und Kunst

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