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Mevlana-Moschee

Moschee in Ravensburg

Ravensburg kann stolz darauf sein, anti-islamische, fremdenfeindliche Reflexe elegant ignoriert und den Bau der schönen Moschee in der Nordstadt mitsamt Minarett ohne größere öffentlichen Diskussionen durchgewunken zu haben.

Link: Mevlana-Moschee Ravensburg
(eine deutsche Version der Website wäre allerdings sehr wünschenswert)

Ein Artikel aus dem chrismon zum Ravensburger Moscheebau ist hier zu lesen: http://www.evangelisch.de/...

Verwirrung am Rutenfest

Nichts gegen den Blick von außen, aber irgendein Ravensburger hätte den von der Stadt herausgegebenen neuen Prachtband ja schon mal vor der Drucklegung durchlesen können.

Beispiel S. 41:

"Dann: Trommeltakt und Pfeifenklänge. Ein bisschen erinnert es an schottische Folklore mit Dudelsack, aber als der Zug heranmarschiert, erkennt man mittelalterlich gewandete „Landsknechte“, deren Pfeifen mit Fuchspelzen geschmückt sind."

Aha.


StadtLeben Ravensburg
ISBN 9783981133356

Wunderwürckender Gnadenbrunnen

Google und die Bayerische Staaatsbibliothek haben ein Buch von 1735 zur Heilig-Blut-Verehrung in Weingarten gescannt:

Wunderwürckender Auf dem Heil. Calvari-Berg entsprungener Gnaden-Brunnen, Das ist Gründlicher Bericht, und außführliche Beschreibung deß Hochheiligen, und Wunderthätigen Hertz- und Seiten-Bluts Christi Jesu, Welches Von Longino dem Soldaten erstlich nacher Mantua gebracht; alsdañ in drey Theil abgetheilet, deren einer von Juditha deß Grafens Balduini in Flandern Tochter, und Guelfonis deß Vierdten Gemahlin, dem Reichs-Gottshauß Weingarten verehret, Altdorf 1735

Neben allerlei Erbaulichem und (Pseudo-)Historischem enthält der Band ganze 295 mehr oder weniger interessante, kurze Berichte über Wunderheilungen mitsamt Namen, Herkunft und Leidensgeschichte der Geheilten. Ab S. 119 schließt eine recht ausführliche Beschreibung des Blutritts das Buch ab.

Bayerische Staatsbibliothek (momentan dort noch nicht verfügbar):
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10263048-1

Google Books (dort bereits vorhanden, und ohnehin deutlich komforabler für das Online-Lesen):
http://books.google.com/books?id=r9I8AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de


Ravensburg 1792

Die erste gedruckte längere Beschreibung von Ravensburg beleuchtet das politische und wirtschaftliche Leben der Reichsstadt kurz vor dem Ende des Alten Reichs. Es handelt sich um einen fast 20 Spalten langen Lexikonartikel im 1792 erschienenen 2. Band von Philipp Ludwig Hermann Röders Geographischem Statistisch-Topographischem Lexikon von Schwaben, einem Urahn der späteren württembergischen Landesbeschreibung. Im Gegensatz zu anderen Lexikonartikeln der Zeit verrät dieser durchaus aktuelle Ortskenntnis. Beim Lesen fällt schnell auf, dass der Autor dem evangelischen Teil der paritätischen Reichsstadt angehören muss. Kirchengeschichte ist für ihn Reformationsgeschichte, und die Einmischung der Weingartener Äbte in die nur sehr eingeschränkt geglückte Ravensburger Reformation erregt ihn noch 200 Jahre danach. Der Name des Autors wird nicht erwähnt, war aber sicherlich kein Geheimnis. In Gradmanns ''Gelehrtem Schwaben'' (S. 30-33) von 1802 und in Ebens Stadtgeschichte von 1835 wird er (Bd. 1, S. XII und Bd. 2, S. 230) genannt: es handelt sich um Johann Georg Beck, einen gebürtigen Ravensburger und evangelischen Pfarrer daselbst.

Die Ausführungen zu den Konfessionen sind besonders aufschlussreich. Beck lobt die Toleranz seiner aufgeklärten Zeit, derentwegen die Parität in Ravensburg nicht wie in anderen Städten „bei dem unbedeutendsten Anlaß Raufereien erzeugt“:

Sowohl unter den evangelischen als katholischen Einwohnern herrscht viele Aufklärung und Toleranz. Steife Schildbürgerei und ängstliche Entfernung der beiden Religionstheile von einander, die noch vor 30 Jahren hier herrschend war, ist nicht mehr zu finden. Katholische Dienstboten dienen bei evangelischen Geistlichen; bei allgemeinen und einzelnen Volksfesten nimmt jeder Religionstheil, ohne Zwang, Antheil, auch das steife Reichsstädtische Zeremoniel bei Hochzeiten, Leichen, Kindtaufen ist abgeschaft, auch bei Gastmalen, Konzerten, Badgesellschaften, Trink- und Spielklubbs, ist weder Religionsunterschied noch Zwang zu spüren. Die Katholischen führen hier keinen Palmesel und sogenannten Funkenkloz mehr umher, welche Possen schon seit 10 Jahren abgeschaft sind. Die evangelischen Geistlichen gehen in gefarbten Kleidern, und besuchen das Schauspiel, ohne Aufsehen zu erregen, da in Augsburg die evangelischen Geistlichen es nicht wagen dürfen bei Tag ohne ihren langen Korrok und steifen Kragen zu erscheinen.

Den ganzen Artikel kann man als Scan der Bayerischen Staatsbibliothek und als E-Text bei Wikisource lesen.


Guckkastenbild des Karmeliterklosters mit Evangelischer Stadtkirche, 1785

Im Oberland 2009/2

Heute ist das neue Heft der Zeitschrift „Im Oberland“ erschienen.

Inhaltsverzeichnis:
  • Wolf-Ulrich Strittmatter: Vogt, ein oberschwäbisches Dorf, im Dritten Reich (Abschnitt aus dem kürzlich erschienenen Heimatbuch Vogt)
  • Hans Ulrich Rudolf: 1809 – Der Vorhang fällt. Vor 200 Jahren verschwand die Reichsabtei Weingarten
  • Nicola Sieglich: Vor 200 Jahren. „Die Affaire bei Isny“ und der Tod Carl von Lohbauers (über das Gefecht in Isny und den württ. Hauptmann und Dichter Carl von Lohbauer, der dort fiel)
  • Erno Seifriz: Oberschwäbischer Kammerchor 1963 bis 2007. Notizen eines Chorleiters
  • Kai-Michael Sprenger, Stephan Wiltsche: Die Kapitelsbibliothek des ehemaligen Dekanats Wangen. Zur Wiederentdeckung eines bedeutenden historischen Buchbestandes (Die Kapitelsbibliothek entstand 1808 und übernahm im 19. Jh. die bereits im 15. Jh. gegründete Predigerbibliothek Wangen. Die Kapitelsbibliothek wurde 1964 als Depositum in die Klosterbibliothek Weingarten verbracht, blieb dort weithin unbeachtet (so z. B. im Fabian-Handbuch) und wurde erst jetzt wieder ernsthaft untersucht. Der vollständig erhaltene, gewachsene Buchbestand mit ca. 8.000–10.000 Titeln, darunter fünf Inkunabeln, soll jetzt wieder in Wangen aufbewahrt werden. Die Kirchengemeinde stellt dafür einen geeigneten Raum zur Verfügung und erarbeitet derzeit ein Präsentationskonzept.)
  • Ursula Rückgauer: Ein verlässlicher Schutzpatron unserer Denkmale. 30 Jahre Kreisdenkmalprogramm.
„Notizen aus der Region“
  • Ludger Droste: Historische Argenbrücke – von Schülern im Modell nachgebaut (Neumühlbrücke über die Untere Argen oberhalb Dürren)
  • Michael C. Maurer: Gedenkkonzert zu Ehren von Hugo Halt (zum Gedenken an den Aulendorfer Rektor, Dichter und Komponisten, 1878–1959)
  • Andreas Schmauder: Museum Humpis-Quartier Ravensburg
Rezensionen
  • Michael C. Maurer über das Heimatbuch Vogt, ISBN 978-3-00-025080-4
  • Hermann Wax über Marlies Grötzinger: Sapperlott. Schwäbische Gedichte aus dem Oberland, ISBN 978-3-87407-827-6
Dazu wie immer die Kurztitelliste von Neuerscheinungen.

Einige Artikel aus älteren Heften sind hier kostenlos zugänglich:
http://www.landkreis-ravensburg.de/servlet/PB/menu/1073592/index.html

Kreistag


Heute tritt der neu gewählte Kreistag des Landkreises Ravensburg erstmals zusammen. Wer – wie ich – auf Anhieb nicht sagen könnte, was der eigentlich tut und wer da drin sitzt, sei auf die kurze Informationsseite des Landkreises verwiesen:

http://www.landkreis-ravensburg.de/...

Hoffentlich ist dort bald die aktuell gewählte Besetzung und nicht die von 2004 dargestellt... Die Wahlergebnisse findet man hier.

Interessanterweise ist der Kreistag mit 70 Mitgliedern immerhin halb so groß wie der baden-württembergische Landtag.

Der Kreistag tagt an wechselnden Orten im Kreis. Dass die Sitzungstermine im WWW zwar zu finden sind, nicht aber Ort und Zeit ("Der jeweilige Sitzungstermin und -ort wird im Einzelfall einige Tage vorher in der lokalen Presse bekannt gemacht."), ist eine unnötige Schlamperei. So etwas etwas muss heute einfach im Internet verfügbar sein, wenn man nicht nur die aussterbende Generation der täglichen SchwäZ-Leser erreichen will.

Bodensee-Radweg

Eine umfangreiche Fotogalerie des Bodensee-Radwegs, der 260 km lang am Bodensee entlang führt.

http://www.ravensburg-net.de/Ausflugstipps/radtouren/Radweg_Fotogalerie/radweg_fotogalerie.html

Pasta Queen

In Ravensburg hergestellt, und sehr lecker.



http://www.pasta-queen.de/

Man sollte als Steinmetz auch mal "Nein" sagen können

Kitschiger Grabstein

Gesehen auf einem Friedhof bei Biberach/Riß

Tag des offenen Denkmals 2009

Am Sonntag, 13. September 2009, findet der Tag des offenen Denkmals statt.

Das Programm für den Landkreis Ravensburg findet man hier:
http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bw/118/
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Oberschwäbische Mannigfaltigkeiten

Historisch-litterarisch-bibliographisches Journal der schönen Wissenschaften und der freyen Künste

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